Mit Beginn des 20. Jahrhunderts erhält eine Erfindung, die Resultat des immer kleiner werdenden Uhrwerks der Taschenuhr ist, langsam aber sicher Einzug in die Gesellschaft: die Armbanduhr. Bereits zu einer Zeit, als die Armbanduhr weniger zu Modezwecken, als vielmehr aus praktischen Gründen von bestimmten Berufsgruppen getragen wird, glaubt Hans Wilsdorf unbeirrbar an ihre Zukunft. Mit Ganggenauigkeitszeugnissen hält er dem verbreiteten Glauben entgegen, das Werk einer Armbanduhr wäre aufgrund ihres kleinen Gehäuses ungenau. Nachdem er bereits mit der Marke Rolex erfolgreich war, gibt er die Marke „The Tudor“ im Jahre 1926 bei der Firma „Veuve de Philippe Hüther“ in Auftrag, die er 1936 dann selbst übernimmt. Die Uhren tragen den Markennamen „Tudor“ auf dem Zifferblatt, manche daneben auch den Namen „Rolex“. Später kommt eine Rose auf einem Wappen dazu, ein Symbol, das die Tudor-Dynastie repräsentiert, wobei das Wappen für Kraft und die Rose für Anmut steht. Mit der Marke „The Tudor“ kommt eine zuverlässige und elegante, aber preisgünstigere Alternative zur Rolex auf den Markt.

Das Unternehmen Tudor

Am 6. März 1946 gründet Hans Wilsdorf in Genf die Firma „Montres Tudor SA“ und verwirklicht so eine eigene Produktstrategie für die Marke Tudor, die hochqualitative Eleganz und Präzision der Uhr betont. Dieser Fokus auf die Eleganz der Uhr wird durch das Verschwinden des Wappens vom Zifferblatt verstärkt, ab 1947 ist hier nur noch die Rose zu sehen. Auch die begleitende Werbekampagne für die Marke Tudor hebt das Zusammenspiel von Stil und Technik hervor und hat schließlich den gewünschten Erfolg: In den 1950er Jahren existiert die Marke Tudor im Käuferbewusstsein ohne Assoziationen mit dem Vorbild Rolex. Ebenfalls in den 1950er Jahren wird ein neues Modell mit einer in ihrer Intensität nie da gewesenen Pressekampagne vorgestellt, die die Zuverlässigkeit der Uhr unter extremsten Arbeitsbedingungen zeigt.
Im Jahr 1952 führt die Royal Navy von Großbritannien wissenschaftliche Polarexpeditionen durch, bei der Uhren der Marke Tudor Verwendung finden. In den 1960er Jahren entwickelt Tudor wasserdichte Modelle, die von der US-Marine und in den 1970er Jahren auch von der französischen Marine eingesetzt werden.
Tudor entwickelt weiter Uhren, die für spezielle Berufe ausgerichtet sind, deren Vertreter bei der begleitenden Werbekampagne die Uhren im Einsatz zeigen. Entsprechend dieser Hervorhebung der technischen Aspekte wird im Jahr 1969 die Rose auf dem Zifferblatt durch das Wappen ersetzt, das zu Beginn der Marke Tudor schon die Präzision der Uhr symbolisierte.
Bereits in den 1970er Jahren erinnert der Stil der Uhren dann an den Rennsport, seit dem Jahr 2009 arbeitet Tudor dann als „Timing Partner“ mit Porsche Motorsport zusammen. Ebenfalls im Jahr 2009 bringt Tudor eine elegante Sportkollektion heraus, deren Fokus auf den technischen Aspekten liegt.

Die Uhren von Tudor

Im Jahr 1947 wird das Modell Tudor Oyster auf den Markt gebracht. Ebenso wie das Modell Tudor Oyster Prince aus dem Jahr 1952 verbindet es höchste Funktionalität mit einem ästhetischem Stil. Die Widerstandsfähigkeit der Tudor Oyster Prince wird besonders hervorgehoben.
1957 stellt man das Modell Tudor Advisor der Öffentlichkeit vor. Im Jahr 1964 wird dann das wasserdichte Modell Tudor Prince Submariner zum ersten Mal produziert, ebenso wie das Modell Tudor Prince Date-Day. In den 1970er Jahren erscheint Modell Marine Nationale.
Mit dem Tudor Oysterdate Chronographen aus dem Jahr 1970 ändern sich dann Technik sowie Stil der Uhren gemäß der neuen sportlichen Ausrichtung der Modelle. Im Jahr 1991 kommt dann die Tudor Monarch Kollektion auf den Markt, 1996 der Tudor Prince Date Chronograph, 1999 die Tudor Hydronaut Kollektion.
Die neu ausgerichteten Kollektionen des Jahres 2007, Tudor Classic und Tudor Hydonaut II, leiten bereits zu der neuen Kampagne „Designed for Performance. Engineered for Elegance“ hin, die im Jahr 2009 beginnt und von der Einführung der Modelle Tudor Hydronaut II, Tudor Hydro 1200, Tudor Glamour und Tudor Grantour begleitet wird. Im Jahr 2010 werden dann die Modelle Tudor Heritage Chrono und Tudor Glamour Double Date eingeführt.

Das Besondere an Tudor Uhren

Von Anfang an waren die Uhren der Marke Tudor stilvoll elegant sowie technisch präzise. Der technische Aspekt und die Widerstandsfähigkeit wurden mit der Ausrichtung auf verschiedene Zielgruppen immer weiter perfektioniert, ebenso wie die Ästhetik der Uhren.
Bei Markteinführung der Marke Tudor und in den ersten Jahren war der Garant für Zuverlässigkeit die Verwandtschaft mit der Marke Rolex. Später dann überzeugte die hohe Präzisionstechnik von Tudor selbst die Käufer.

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