Luxusuhren aus dem Hause Panerai
Seit 1860 beschäftigt sich die italienische Familie Panerai mit Feinmechanik, die den Grundstein der Panerai-Uhren legt. Die Firma, die in jenem Jahr in Florenz gegründet wurde, hieß „Guido Panerai & Figlio“. Mit einem Uhrmacherladen in der Stadt setzt Guido Panerai das Fundament des langjährigen Familienbetriebes. Beziehungen zu Uhrmachern in der Schweiz wurden schon früh geknüpft. Noch heute wird diese Beziehung zur erfolgsträchtigen Uhrmacherkunst des Nachbarlandes hervorgehoben. Die historische Boutique der Panerais in Florenz zeigt dies durch eine Inschrift. Die Entstehungsgeschichte der Panerai-Uhren führt jedoch zunächst über nautische Präzisionsinstrumente. Genauer, fertigte das Familienunternehmen, das später in „Officine Panerai“ umbenannt wurde ab 1913 verschiedene Geräte für die königliche italienische Marine. Unterdessen werden einige Patente eingereicht, die unter anderem auch dem Uhrenhandwerk zugeordnet werden. Nennenswert ist unter den Innovationen die Leuchtsubstanz „Radiomir“ (später „Luminor“). Mithilfe dieser Substanz werden Messergebnisse verschiedener Geräte auch im Dunkeln sichtbar.

Panerai Uhren – Verbindung zum Militär als Motor

Rund zwanzig Jahre Zusammenarbeit mit der königlichen italienischen Marine bringen Officine Panerai Aufträge ein, die sich um die Entwicklung von Uhren drehen. Zunächst handelt es sich um leistungsfähige Taschenstoppuhren. Über einen Prototyp für eine Taucherarmbanduhr hinaus, ist die Entwicklung der „Panerai Radiomir“ im Jahr 1938 zur Serienreife gelangt. Diese inzwischen legendäre Taucherarmbanduhr war streng limitiert und unter dem Siegel der Verschwiegenheit nur einer bestimmten Kampfschwimmergruppe vorbehalten. Der enthaltene Leuchtstoff sorgte dafür, dass auch unter Wasser die Anzeige lesbar war. Dieses Modell wurde noch durch ein Rolexwerk angetrieben. Ein ähnliches Modell mit einem 60 mm großen Gehäuse sowie einer drehbaren Taucherlünette wurde 1956 in geringer Stückzahl für die ägyptische Marine hergestellt. Wiederauflagen dieses Modells sind durch den Namenszusatz „Egiziano“ zu erkennen. 1980 folgte der Prototyp einer weiteren Taucheruhr, deren Weiterentwicklungen in einem Titangehäuse und einer Wasserdichtigkeit von bis zu 1000 m lagen. Der Tradition verhaftet, umfasst die Produktpalette noch immer Taucheruhren.

Von der „Nutzuhr“ zum Luxusobjekt

Bis in die 90er Jahre hinein sind Uhren aus dem Hause Panerai einem militärischen Kreis vorbehalten. Dies ändert sich mit der Auflage der „Luminor Base“, der „Luminor Marina“ und der „Mare Nostrum“. „Mare Nostrum“ entspringt einem Prototypen eines Taucher-Chronografen aus dem Jahr 1943. Zunächst belächelt erreichen diese Uhren Kultstatus. Nicht zuletzt durch die Aufmerksamkeit Silvester Stallones erreichen Panerai-Uhren die Öffentlichkeit. Stallone beauftragt Panerai mit speziellen Modellen, die mit der Abkürzung „Sly“ versehen, auf den Markt gebracht wurden, so beispielsweise die „Mare Nostrum Slytech“. Ihre Karriere verdankt auch die „Submersible“ dem Schauspieler.
1997 wird Officine Panerai von der Vendôme-Gruppe, heute als Richemont bekannt, übernommen. Die Ausweitung der Handels- sowie Produktionsstrukturen sind dieser Übernahme zu verdanken. Bei den angeführten Modellen handelt es sich um beliebte Klassiker, die den historischen Vorgängern nachempfunden sind. Sie bilden die Basis für technische Finessen. Die „Luminor 1950 Submersible 1000M“, „Luminor Marina Automatic“, „Luminor GMT“, „Luminor Chrono Daylight“ oder „Luminor Chronograph” verbinden die Qualitäten der Taucheruhren mit zeitgenössischer Funktionalität. Weiterhin schätzen Kenner Modelle der Manufattura-Linie, die mit hauseigenen Uhrwerken ausgestattet sind. Jedes Jahr erwarten limitierte Sondermodelle besondere Aufmerksamkeit. Die „Radiomir Tourbillon GMT 48 mm­“ ist ein Beispiel aus dem Jahr 2009.

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