IWC Uhren
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IWC, die International Watch Company, gehört zu den traditionsreichen Uhrenherstellern mit Schweizer Heimat. IWC wurde schon 1868 gegründet und zwar interessanterweise von einem amerikanischen Uhrmacher. Florentine Jones wollte qualitativ hochwertige Uhren für den amerikanischen Markt, und er beschloss, diese in der Schweiz zu fertigen.Grund dafür war, dass nicht nur qualifizierte Uhrmacher in der Schweiz zur Verfügung standen, sondern auch das unter dem der USA liegende Lohnniveau interessant für ihn war. Ein paar Jahre später wurde IWC in eine AG umgewandelt und konnte schon 196 Mitarbeiter vorweisen, da ein Neubau aber mehr Kosten als vorgesehen verursachte, geriet die Firma in Schwierigkeiten. Daraufhin trat Jones als Geschäftsführer zurück und ging zurück in die USA.
Nach weiteren Schwierigkeiten während der Wirtschaftskrise und aufgrund der hohen Einfuhrzölle in die USA kaufte der Schweizer Johannes Rauschenbach-Vogel die IWC, in der Folgezeit konnte die Firma sich etablieren.

Fliegeruhren von IWC und andere Berühmtheiten

In ihren Anfängen produzierte die IWC Taschenuhren, dann die ersten Armbanduhren.
Schon 1936 kam die erste Fliegeruhr auf den Markt, für diese Uhren sollte IWC weltbekannt werden. Die Fliegeruhr Mark XI war ein viertel Jahrhundert lang die Dienstuhr der britischen Luftwaffe. Eine unablässige Folge von begeistert aufgenommenen Modellen versammelt heute eine große Fangemeinde um sich.
Es folgten weitere Kollektionen, deren Chronographen Namen tragen, die bis heute berühmt sind, alle ausgeführt als höchster Ausdruck klassischer Schweizer Uhrmacherkunst: Die Portugieser Kollektion und die Ingenieur Kollektion, die Fliegeruhren Classics und Spitfire, die Da Vinci, der Aquatimer, die Portofino und die Grande Complication.
Alle Uhren sind etwas ganz Besonderes, die Grande Complication zum Beispiel gilt manchen als die begehrteste Uhr der Welt, mit 659 Bauteilen, die sie in wochenlangem Zusammenbau wohl auch zu einer der kostspieligsten Serienuhren der Welt machen. Es werden jährlich nur 50 Exemplare von dieser Schönheit mit zeitlosem Design hergestellt, das Gehäuseinnere wahlweise aus Platin oder 18 Karat Gold. Wie auch die IWC Da Vinci verfügt sie über einen ewigen Kalender und eine ewige Mondphasenanzeige, hier aus geschliffenem Goldfluss.
März 2008 wurden Portugieser, Ingenieur, Da Vinci, Aquatimer, Portofino und Fliegeruhr in einer Vintage Collection mit großem Erfolg neu aufgelegt.

Der automatische Pellaton-Aufzug

Albert Pellaton, technischer Leiter bei IWC, entwickelte dieses automatische Aufzugssystem, das 1946 zum Patent angemeldet wurde.
Bei diesem System übernimmt eine rotierende Schwungmasse den Aufzug, der damit zur Automatik wird. Wenn der Eigner der Uhr sich bewegt, vollführt der halbkreisförmige Rotor Drehbewegungen. Er bewegt damit eine Wippe, die aus zwei Röllchen aus Rubinen und zwei großen Klinken besteht, die das mit dem Federkern verbundene Radwerk aufziehen.
IWC hat diese Automatik in den Serien der Baureihe „Kaliber 85“ verwendet, die damit zu Sammlerstücken der Technik-Liebhaber unter den Uhrenfreunden wurden.

Firmengeschichte und Marketing von IWC Uhren

Weil in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Quarzuhren erhebliche Marktanteile eroberten, geriet die Uhrmacherkunst der Schweiz in die Krise, die auch IWC tangierte, weshalb das Unternehmen 1978 an die VDO Adolf Schindling AG verkauft wurde. Nach mehrfachen Übernahmen kam der Uhrenhersteller IWC 1991 zur Mannesmann-Uhrengruppe LMH, die bisher Jaeger-LeCoultre und Lange umfasste, unter der Leitung von Günter Blümlein stellte sich der wirtschaftliche Erfolg durch die Besinnung auf klassische mechanische Komplikationen wieder ein.
Die LMH wurde zur Jahrtausendwende von dem südafrikanischen Richemont-Konzern übernommen, der die Geschichte der Erfolgsuhren seitdem fortsetzt.
IWC war in dieser Zeit gleichermaßen geliebt wie umstritten wegen ihrer markigen Werbung, die den Macho-Mann in den Mittelpunkt stellte. Auch wenn die Marke 2001 mit einer Image-Kampagne in diesem Stil der Schweizer Werbepreis Swiss EFFIE gewinnen konnte, erfolgte ab 2005 eine Kursänderung, da für die geplante weltweite Kampagne in Kulturkreisen außerhalb Europas Akzeptanzprobleme befürchtet wurden. Es folgte eine zurückhaltende Werbung, die die Luxusuhren-Marke in internationalem Kontext bekannt machen sollte, auch wenn auf Rückgriffe auf die “männliche aller Werbungen” nicht ganz verzichtet wurde

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