Die Stadt La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuenburg in der Schweiz war schon ein Jahrhundert lang für die Kunst ihrer Uhrmacher bekannt, als im Jahr 1911 ein dort ansässiges Paar begann, hochwertige Uhren für den täglichen Gebrauch herzustellen.
Der nahe der französischen Grenze gelegene Ort war damit der Ausgangspunkt für die Erfolgsgeschichte der Uhrenmarke Ebel.
Der Firmenname setzte sich aus den Namen ihrer Gründer zusammen. Eugéne Blum war derjenige, der für die technische Ausführung zuständig war, Alice Lévy nahm sich der gestalterischen Fragen an und brachte weibliche Ästhetik ein. EBEL war die Abkürzung von „Eugéne Blum et Levy“. Zur damaligen Zeit war es ein höchst ungewöhnlicher Vorgang, eine Frau bei der Uhrmacherei mitwirken zu lassen und sie sogar aktiv in die Firma mit einzubeziehen.
Der Pioniergeist der Ebel-Gründer sollte sich bezahlt machen. Gerade die weicheren, geschmeidigen Formen, die Alice Lévy den Ebel-Uhren von Beginn an verordnete, wurden zum Markenzeichen und zum Erfolgsrezept, das bis heute Geltung hat.
Das Ansehen der Uhrenmarke Ebel ist in der Welt so groß geworden, dass sich schließlich der weltweite Marktführer für Luxusgüter, die französische Firma LVMH ( Luis Vuitton Moet Hennessy) dafür interessierte und die Firma schließlich übernahm. Die bewährten Produkte werden jedoch weiterhin unter dem Markennamen Ebel hergestellt und über den besonders autorisierten Fachhandel veräußert.
Bei „Sonderangeboten“ im Internet oder auf Auktionen ist stets Vorsicht geboten, da die Fälschungsquote aufgrund der Preise, die für Ebel-Uhren geboten werden, sehr hoch ist. Genaue Überprüfung der Kennzeichnung am Produkt ist vor einem Erwerb dringend zu empfehlen.

Die Besonderheiten der Ebel-Uhren

Die Macher der Uhrenmarke Ebel bezeichnen sich traditionell als „Architekten der Zeit“. Dieser Slogan vermittelt einen guten Eindruck von dem, was man beim Erwerb einer Ebel-Uhr erwarten darf.
Ebel hat sich von Beginn an nicht allein darauf konzentriert, in der Tradition des weltbekannten Schweizer Uhrmacherhandwerks Uhrwerke mit absoluter Präzision herzustellen, sondern diese auch zu gestalten.
Gestaltung meint dabei nicht nur ansprechende Optik, sondern auch hohe Funktionalität.
Das beste Uhrwerk ist nicht nützlich, wenn die Zeit nicht abgelesen werden kann. Die Ablesbarkeit ist neben der Qualität des Uhrwerkes das wichtigste Kriterium für eine wirklich gute Armbanduhr.
Ebel stattet seine Uhren, beispielsweise die der 1911er-Serie, mit einer dreidimensionalen Optik aus, die Funktionalität mit einem besonderen äußeren Eindruck verbindet.

Bekannte klassische Produktserien der Marke Ebel

Die bekanntesten Produktserien des Uhrenherstellers Ebel, die bis heute hergestellt werden, sind „Sport Classique“,
„Beluga“ und „1911“. Die Serien „Brasilia“, „Tarawa“ und Ebel  Classic sind ebenfalls bekannt und beliebt.
Innerhalb der Produktserien gibt es verschiedene Typen und zu diesen verschiedene Ausführungen.
Es gibt Armbanduhren, Chronographen mit verschiedenen speziellen Funktionen und mehreren Skalen, und es gibt Automatikuhren mit ewigem Kalender.
Die Serie „1911“, benannt nach dem Gründungsdatum der Firma, bestand zunächst ausschließlich aus Chronographen für Herren. Später wurde sie mit „1911 Lady“ erweitert. Die Serie „Brasilia“ weist durchgehend rechteckige Gehäuse auf. Sie umfasst Damen- und Herrenuhren. Hinzu kommen die prägnanten klassischen Serien.
Bei der modernen Serie “ Ebel E-Type“ werden Edelstahl und Kautschuk als Materialien in den Vordergrund gestellt.

Die klassischen Uhren können mit Goldgehäuse oder mit Gehäuse aus Edelstahl erworben werden. Es kann zwischen einem schwarzen Zifferblatt, einem Zifferblatt aus weißem Perlmutt und einem schwarz skelettierten Ziffernblatt gewählt werden. Lederarmbänder werden aus schwarzem oder braunem Alligatorleder gefertigt.
Auch Uhren mit Armbändern aus hochwertigem Edelstahl sind im Angebot.

Die Zukunft der Uhrenmarke Ebel

Filigranes Uhrmacherhandwerk, hochwertige Rohstoffe und ein edles Design haben den Sprung in das Zeitalter der Technologie unbeschadet überstanden. Die Zeit kann fast jeder heute auch vom Handy oder Smartphone ablesen.
Eine edle Armbanduhr am Handgelenk bleibt jedoch Symbol von Wohlstand und Stilgefühl.
Uhren der Marke Ebel sind nicht nur erlesene Schmuckstücke, sondern auch begehrte Objekte für Sammler. Das gilt natürlich ganz besonders für limitierte Modelle oder Modelle, die aktuell nicht mehr hergestellt werden.

Auch nach Übernahme der Firma Ebel durch LVMH ist nicht zu befürchten, dass Ebel als Uhrenmarke vom Markt verschwindet oder Schaden nimmt. Gerade das positive Image der Luxusmarke hat den Konzern zur Übernahme veranlasst. Er wird das Potenzial der Marke weiterhin pflegen und das gute Ansehen des Markennamens weiter pflegen.

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